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Wie geht es uns heute?

Die Friends of the web haben sich was ziemlich cooles ausgedacht: Sie analysieren mit Hilfe von face.com die Bilder der letzten 24 Stunden auf der Website des Guardian und erstellen so eine Art Stimmungsbarometer, das ganze trägt den stimmungsvollen Titel Emotional Breakdown. Das hier zum Beispiel sind die ausgewerteten Daten von heute: Die Welt scheint heute nicht so glücklich gewesen zu sein. Hier hätten wir die vergangene Woche zum Vergleich: Es kommt aber noch besser: Über einen unscheinbaren kleinen Link kann jede beliebige Website analysiert werden. Das habe ich natürlich fix gemacht und kann sagen, dass mein kleines Blog hier eine ziemlich glückliche Website zu sein scheint, guckt Ihr hier:   Und, selber schon ausprobiert? Ich hab mal noch imdb.com ausprobiert, das war gar nicht so happy, wie ich gedacht hätte… (via this isn’t happiness)

Alles so schön bunt hier

Frank Schirrmacher und Eric Qualman haben beide eine dezidierte Meinung zum Internet. Sie stimmen in einem zentralen Punkt überein: Die neuen, insbesondere die sozialen Medien haben unser Leben tiefgreifend verändert und werden das weiterhin tun. Das war’s dann aber auch schon mit dem Konsens. Für Qualman ist diese Entwicklung ein einziges grosses Heilsversprechen, während Schirrmacher den Untergang des Abendlandes nahen sieht. Die entsprechenden Werke, Payback und Socialnomics, habe ich eher zufällig kurz nacheinander gelesen. Ersteres war ein Spontankauf, letzteres wird schon seit einiger Zeit als «Social Media-Bibel» promotet. So richtig zu begeistern vermochten mich beide nicht. Um es gleich vorneweg zu nehmen: Ich verdiene mein Geld mit Kommunikation im Web. Ich sollte mich also mal schön an Eric Qualman halten, alleine schon zur Legitimation meines Berufs. So einfach war’s dann aber doch nicht. Payback hat mich, es tut mir Leid, im Wesentlichen angestrengt. Der erste Teil des Buches besteht aus einer Problembeschreibung. Ich werde den Eindruck nicht los, dass Schirrmacher hier vor allem seine eigene Überforderung kund tut. Daran mag nichts falsches sein, aber auch …