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Laufen für Handprothesen aus dem 3D-Drucker

Was haben der Comedian Claudio Zuccolini, die Moderatorin Patricia Zuber und der ETH-Professor Robert Riener gemeinsam? Sie alle laufen am kommenden Sonntag eine Teilstrecke des Zurich Marathon für einen guten Zweck. Mit ihrer Hilfe will ein Projekt an der Uni Zürich Kindern mit Hilfe moderner Technologie zu einer Hand verhelfen, wo ihnen eine fehlt.

Wenn man unverhofft entdeckt, was der eigene Körper so alles kann, was man ihm nicht zugetraut hätte, passieren nach meiner Erfahrung zwei Dinge: Als erstes ist man ziemlich erstaunt und beeindruckt. Als zweites geht einem recht schnell auf, dass das nicht selbstverständlich ist. Und wieviele Menschen es gibt, die sich nicht täglich auf ihre Gesundheit (oder auch nur auf gesunde Gliedmassen zum Beispiel) verlassen können. Mir jedenfalls ging es so, als ich entgegen all meiner Erwartungen irgendwann angefangen habe, Langstrecken zu laufen.

Zurich Marathon 2018: 20 Läuferinnen und Läufer für Give Children A Hand

Aus dieser Erfahrung kam auch meine Spendenaktion im vergangenen Jahr, als ich meine Laufkilometer zum Kauf angeboten habe für einen guten Zweck. Darum war ich auch ganz interessiert, als Michel Fornasier mir nach unserem Videodreh zum Digitaltag im Herbst von seinem Projekt am Zürich Marathon erzählte: Mindestens drei Teams wolle er zugunsten seines Herzensprojekts Give Children A Hand am Teamrun antreten lassen.

Fünf sind es nun geworden; nebst Jonny Fischer von Divertimento und Bigna Silberschmid (Schweiz aktuell) sind zum Beispiel auch Musiker Florian Ast, der ehemalige Mister Schweiz Luca Ruch und der Ex-Radsportler Franco Marvulli dabei.

Spenden oder anfeuern – oder beides: Helfen ist einfach

Alle Erlöse gehen an Michels Stiftung Give Children A Hand und fliessen in diesem konkreten Fall in das Projekt «SwissProsthetics» von Wyss Zurich an der UZH, das 3D-gedruckte Handprothesen für Kinder entwickelt. Du möchtest etwas dazu beitragen? Auf Michels Website findest du nicht nur mehr Informationen, sondern auch die Angaben zur Stiftung und zum Spendenkonto.

Und falls du am Sonntag 22. April bei schönstem Wetter ein wenig Zeit hast, dann geh und feuere die Teams an der Strecke an. Die Unterstützung des Publikums macht auch die müdesten Beine wieder munter.

P.S. Der eingangs bereits erwähnte Robert Riener ist übrigens auch Gründer des Cybathlons an der ETH Zürich und hat vergangenen Herbst bei TEDxZurich einen spannenden Talk über Cyborgs gehalten. Es lohnt sich, reinzuschauen.
 

John Oliver

Bücherbestellung: Will the real Marlon Bundo please stand up

Wir bestellen ein Bilderbuch. Aber nicht irgendein Bilderbuch, sondern eins mit einer Botschaft: Ein Tag im Leben von Marlon Bundo, zugunsten wohltätiger Zwecke.

Die meisten von euch wissen vermutlich genau, warum sie hier gelandet sind. Ihr könnt runterscrollen unters Video zum «ACHTUNG» vor dem Formular. Bitte lesen, dann bestellen (wenn du willst).

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Sunday Dish 09/2017

Noch ein Tag lang 2017. Gute Vorsätze sind zwar schon seit geraumer Zeit ziemlich out; dennoch verleitet so ein Jahreswechsel viele Menschen dazu, neue Pläne zu schmieden. Oder einfach ein wenig übers Leben nachzudenken und darüber, wovon sie gerne mehr oder weniger hätten.


Gelesen

Su naujaisiais metais!

Das war litauisch und bedeutet: Ein glückliches neues Jahr! Wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, würde ich zumindest mal darüber nachdenken, ein grosses Sortiment an Sprachen mühelos zu beherrschen. Da habe ich mir neulich einen Artikel gebookmarkt, der dabei helfen kann, dem näher zu kommen. Erst wollte ich nicht, weil Tim Ferris darin vorkommt und ich bei dem einen Buch, das ich einst las, so oft die Augen verdrehen musste. Aber in letzter Zeit haben wir uns ein bisschen versöhnt (also ich natürlich, Tim weiss nichts davon), also hab ich’s gelesen. Und fand es recht schlau. Wenn du dich also Ende 2018 mühelos in Litauen, Haiti oder Vietnam durchschlagen können willst, halte ich das mit dem entsprechenden Einsatz von Zeit und Konsequenz für realistisch. Viel Spass dabei!

«One of my more controversial pieces of advice, but one that I absolutely insist on when I advise beginners, is that you must speak the language right away if your goals in the target language involve speaking it.»

 

 
 
 
 
 
 
Zum Artikel (sorry, ist ein PDF aus Pocket, weil die Originalquelle ein Code-Problem hat und nur ca. 1/10 des Textes darstellt):
businessinsider.com: 12 rules for learning any language in 3 months

 

Da anfassen, wo was passiert

2017 war ein Weltschmerz-Jahr: Obwohl nüchtern betrachtet vieles besser wird*, fühlt es sich in letzter Zeit oft nicht direkt so an. Und was schimpfen wir nicht gerne über das, was unserer Meinung nach alles falsch läuft in der Welt. Das ist nicht verboten, aber lohnender wäre es, dort anzupacken, wo wir etwas verändern können. Und das wäre dann ja in den meisten Fällen eher in der eigenen Umgebung als in Washington. Hat Sibylle Berg schon im April mal für den Spiegel aufgeschrieben.
 
* Wer’s nicht glauben mag, gerne mal eine Weile Max Roser folgen.
 
 

«Würde man die Weltverbesserung kurz vertagen und statt gegen Trump in Amerika für einen Kindergarten im eigenen Dorf kämpfen, wären die Chancen, dass sich das Leben ein wenig verbessert, größer.»

 

Weiter zur Kolumne:
Die langweiligen Kriege vor der Haustür

 
 
 


Geschrieben

Schnäppchenmarkt, end of year edition


Gemocht


Gehört


Gesehen

 
Vielleicht doch ein klitzekleiner guter Vorsatz, wer weiss.


Und ausserdem

Ein fabelhaftes, glückliches, bei den Hörnern gepacktes neues Jahr wünsche ich dir!


Bild: Neujahrsflammkuchen 2016 im Henrici
 
 

Christmas Dish 2017

Hui, Weihnachten. Es wird eine Special Edition heute, eine kurze. Sonntag war ja streng genommen gestern und überhaupt, aber naja, das ist ja meine eigene Party hier. Na jedenfalls: Frohes Fest!


 

SEHR GEFREUT

Gestern Abend habe ich 1200 Dollar an Effie’s Just Giving-Kampagne überwiesen*. Davon ist ja aber nur ein Teilbetrag sowie die kleine Differenz zum runden von mir – der Löwenanteil kommt von Freundinnen und Freunden, Leserinnen und Lesern. Als ich die Idee zu diesem Kilometerverkauf hatte, fehlte mir jede Vorstellung dafür, ob das funktionieren würde und falls ja, wie… Tausend Dank an euch, dass ihr mitgemacht habt!
 

 
* Momentan wird’s noch nicht angezeigt, die Plattform braucht scheint’s 24 Stunden, um die Kreditkartenzahlungen zu überprüfen und schaltet neue Beträge erst dann frei. Ist aber dort, versprochen.

Gelesen

Sonst gibt’s hier immer Artikel, aber heute machen wir mal Newsletter. Hier sind drei Empfehlungen für Newsletter-Verteiler, in die ihr euch in diesen etwas ruhigeren Tagen mal eintragen (und einlesen) könnt, wenn ihr mögt.

Laura Olin

Hat früher mal die Social-Media-Kampanen von Barack Obama geleitet und erfreut schon einige Zeit meine Mailbox. Erst hiess ihre unabhängige Mail-Reihe «Everything Changes», dann ist sie damit zu «The Awl» umgezogen und erst kürzlich dann doch wieder in eigene Gefilde emigriert. Ihre Mails enthalten fast immer unerwartete Dinge, von denen mich in den allermeisten Fällen wenigstens eines freut. Win!

«Behind the Instant Pot: Meet a lone inventor who lives in Canada and makes sure every official photo of the device has its timer set to 5:20, “a series of numbers that, when spoken aloud, sounds like ‘I love you’ in his native Mandarin.”»

 
 
 
Hier anmelden:
Laura Olin’s mailing list
 
 
 
 
 

Austin Kleon

Man kann viele tolle Dinge von Austin Kleon kaufen (Bücher, Kalender etc.), aber man kann tatsächlich auch einfach sein Blog lesen und sich an seinen E-Mails erfreuen. Die sind häufig recht extensiv und enthalten oft zu viele Hinweise und Links, als dass ich sie alle verarbeiten könnte. Aber Austin ist eine hochkreative Persönlichkeit und irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass seine Nachrichten einem die inhärente Erlaubnis geben, sich das rauszupicken, was einen anspringt und alles andere liegen zu lassen. Passt.
 
 

«We’ve all been through enough this year, so I hope you work as little as possible in these last few weeks. (If you need an anthem, try “Hallelujah, I’m a bum!”)»

 
 
 
Zur Anmeldeseite (mit Archiv, kann man mal reingucken):
Austin Kleon’s mailing list
 
 
 

Jocelyn K. Glei

Jocelyn hat ein Buch geschrieben, bzw. mehrere. Das letzte trug den Titel «Unsubscribe» und handelt davon, sich aus der Teufelsklaue seiner E-Mail-Inbox zu befreien (ich hab’s leider noch nicht gelesen). Da fand ich es erst ein bisschen lustig, dass ich bei ihr einen wöchentlichen Newsletter abonnieren kann und habe es natürlich auch genau deshalb gemacht. «Leider» mochte ich den recht gerne und deshalb konnte ich ihrem Rat in diesem konkreten Fall leider nicht folgen. Wer lieber hört als liest, kriegt Jocelyn auch als Podcast: Hurry Slowly

«Radically compassionate humanism. This is an excellent end-of-the-year activity: “Take a moment right now in silence to think about those who have cared about you and helped you become the person that you are.”»

 
 
 
Kannst du hier abonnieren:
Jocelyn K. Glei
 
 
 
 
 

Geschrieben

Nö, grad nicht.

Gemocht


Also der Punkt ist, das ist eine längere Geschichte, hier klicken bitte.
 

Gehört

Gesehen


Läuft bei YouTube Live, während ich das schreibe. Kein Scherz.

Und ausserdem

Frohe Festtage, schaut gut zu euch!

 

Bild: Wintertsüri