Neueste Artikel

Sunday Dish 06/2017

Viel gelesen habe ich leider nicht diese Woche. Dafür gab es schönes Twitter, endlich wieder mal. Und ein bisschen schönes Instagram. Und ein kleines 80er-Flashback.


 

Gelesen

Warum man Städte auch Dschungel nennt

Ich bin, obwohl auf dem Land aufgewachsen, ein Stadtkind. Und wie alle, die in eine Rolle hineinwachsen, in die sie nicht hineingeboren wurden, neige ich zur Überkorrektur. Bezogen aufs Stadtleben heisst das: Zick-Zack-Bummler und Menschen, die am Ende von Rolltreppen planlos stehen bleiben, machen mich «anders», wie wir im Büro gerne sagen. Wahrscheinlich noch «anderser» als so manchen Eingeborenen. Aber ich glaube, ich sollte mir das mal abgewöhnen – denn sehr warhscheinlich kommt über kurz oder lang die Zeit, in der ich froh sein werde, wenn andere nachsichtig mit mir sind.

«Mein Vater erklärte mir schließlich, dass er sich für Hannover immer aufschreibe, wo er langgehen müsste, welche Nummer die Bahnen hätten, wo genau er aussteigen muss etc. Zudem ist Hannover dann doch eine Ecke kleiner als München, und das hatte ich schlicht unterschätzt.»

 
 
 
Hier geht’s zum Text:
ankegroener.de – Beobachtungen zum Altwerden in der Grossstadt
 
 
 
 

Gefunden

Du hast Aufgaben, die tage- oder wochenlang auf deiner To Do-Liste herumlungern, aber einfach nicht erledigt werden? Gone ist eine To Do-App, die alle offenen Aufgaben nach 24 Stunden einfach löscht. Eine gute Übung – zum Beispiel dafür, wichtiges von dringendem zu unterscheiden. Oder Riesenprojekte in kleinere Happen zu unterteilen, die man auch in vernünftiger Zeit schaffen kann. Oder für was auch immer deine persönliche Störung in der Beziehung zu deinen Aufgaben sein mag.

Gemocht

Ein Beitrag geteilt von Saeny Blaser (@saeny) am

fall feelings ✨🍂

Ein Beitrag geteilt von S A M H O R I N E (@samhorine) am

Gehört

Gesehen


Am Freitag hatte ich das, was man früher gerne als «sturmfreie Bude» bezeichnet hat. Als mittelalte Berufstätige ist das kein Grund mehr für wilde Parties; ich trinke dann eine angefangene Flasche Rotwein aus und gucke Filme, die sonst keiner gucken will. Diesmal zum Beispiel Rock Of Ages, eine gleichsam fürchterliche wie fabelhafte Musicalverfilmung, feinster Trash für Kinder der achtziger Jahre. Tom Cruise spielt einen strauchelnden Rockstar, worüber die Meinungen auseinander gehen, aber unerreicht ist in jedem Fall das Duett auf den REO Speedwagon-Klassiker «Can’t fight this feeling», bei dem Alec Baldwin und Russel Brand einander ihre Liebe gestehen. Dafür werden auch historische Unkorrektheiten verziehen.

Und ausserdem

Eine gute Woche und bis bald!

 

Bild: Znacht im Restaurant Vereinigung – falls ihr in Zürich seid, solltet ihr da übrigens essen gehen.

Sunday Dish 05/2017

Vier Wochen in Folge ein Sunday Dish, jetzt kann ich’s langsam wieder wagen, den zum Abonnieren anzupreisen: Hier rechts in der Sidebar das Formulärchen ausfüllen, dann kommt der Link immer sonntags früh direkt in deine Mailbox. Oder fast immer jedenfalls.


 

Gefreut und gemessen

Zwischenstand zum Spendenprojekt für Effie und ihre Tochter Sofia: Ich hab mal bisschen recherchiert. Diese 1000 km, die ich dieses Jahr in der Gegend rumgelaufen sein will, entsprechen in etwa der Strecke von Zürich nach Barcelona. Und dann habe ich auf dieser Gesamtstrecke nachgemessen und eingezeichnet, bis wo bereits Kilometer verkauft sind: Bis ungefähr in Montpellier, nämlich 699 km (Klick aufs Bild zum Vergrössern – Screenshot von myvirtualmission.com).

Tatsächlich gelaufen bin ich bis heute rund 890 davon, die letzten 110 gehen locker noch rein, das mach ich schon. Und die 301 Dollar bis zu den 1000 für die Gesamtstrecke machen wir zusammen noch voll. Das wären z.B. noch sieben grosszügige Menschen, die einen Marathon kaufen und einen, der mit einem 5k-Lauf anfängt, irgendwie so. Ihr könnt hier nach wie vor helfen – oder einfach weitersagen. Oder beides. Vielen Dank!

 

Gelesen

Zuhause ist, was du draus machst

Robert ist 59 Jahre alt und wohnt in Wien, in einer beschaulichen Gegend mit hübschen Häusern und gepflegten Gärten. Unter einer Brücke. Und zwar so, wie es niemand erwarten würde, der sich auf die Suche nach einem Obdachlosen in der Gegend macht.

«Ein Nachbar fährt mit dem Rad vorbei und bleibt stehen: “Ah, hallo. Na, wie gehts dir heute?” Robert antwortet in brüchigem Deutsch. “Der ist ja ein ganz Lieber. Der mag keine Raufereien”, sagt der Pensionist. Ab und zu kämen junge Burschen und wollen sich mit dem Obdachlosen schlägern.»

 
 
 
Hier geht’s zum Text:
kurier.at – Obdachloser: «Heimelig» unter der Brücke
 
 
 
 
 

Twitter und die guten alten Zeiten

Letzte Woche bin ich bei Medium über einen Text gestolpert, der beschreibt, wie man vor acht oder zehn Jahren Twitter lieben lernen konnte und warum das heute nicht mehr geht. Da ist viel Wahres drin – vor allem natürlich bei den heutigen grossen Problemen, aber auch beim Erzählen von der «alten Zeit», die natürlich genau genommen nicht so alt ist. Lohnt sich zu lesen – für die, die nie verstanden haben, was ich und andere daran fanden. Und für die, die sich fragen, warum das alles so konfus und seltsam und freudlos geworden ist.

«There was a time where Twitter was a place you went to fuck around, and accidentally made friends and got smarter. It’s been years since I’ve felt smarter after being exposed to Twitter, but trust me, those days were real. They happened.»

 
 
 
Der ganze Artikel:
medium.com – One person’s history of Twitter, from beginning to end

 

Gemocht

Skeptical.

Ein Beitrag geteilt von pjvogt (@pjvogt) am

Gehört

Gesehen


Ich weiss ja gar nicht, ob das in meiner Filterblase schon rum ist. Vor etwa fünf Jahren hatten Walk Off The Earth einen Moment Of Glory mit einem Cover von «Somebody that I used to know» von Gotye (also das kennt jeder, kein Zweifel). Wir haben die damals in Wien mal live gesehen, als wir zufällig dort waren und das hat viel Spass gemacht. Die haben in der Zwischenzeit bestimmt viele lustige Dinge produziert, die ich nicht mitbekommen habe; ihre ziemlich frische Version von Outkasts Hey Ya ist wirklich sehr grosses Kino.

Und ausserdem


The real reason why earth is the best planet (bei dorkly.com)

Eine gute Woche und bis bald!

 

Bild: Snail Mail in der BANK

Sunday Dish 04/2017

Eine zackige Woche war das, kaum angefangen, schon wieder durch. Wie es eben so geht, wenn man gut beschäftigt ist;
das Herbst-Syndrom. Jetzt kommt nochmals eine richtig schöne Spätsommerwoche auf uns zu, mitten im Oktober. Geniesst es!


 

Gefreut und optimiert

Letzte Woche habe ich euch mein Spendenprojekt für Effie und ihre Tochter Sofia vorgestellt – ihr wart sogar die allerersten, die davon erfahren haben. Schon 578 Dollar sind zusammengekommen, könnt ihr das glauben? Vielen, vielen Dank an alle, die sich beteiligt haben. – auch von Effie, die sehr gerührt ist.

Weitersagen ist natürlich nach wie vor erlaubt. Da PayPal nicht für alle das Mittel der Wahl ist, habe ich heute übrigens auch ganz «normale» Kreditkartenzahlungen implementiert – eine kleine Spende ist jetzt also noch einfacher. Merci viu mau!

Gelesen

Digitale Selbstverteidigung

Für Internet-Verhältnisse ist das schon ein älterer Text, nämlich vom vergangenen Januar. Jens Scholz hat eine Anleitung geschrieben, wie einen das Web dieser Tage (hoffentlich) nicht vollständig Irre macht. Vor zwei Jahren hätte ich das noch für überzogen und overly kulturpessimistisch gehalten und ein bisschen die Augen verdreht, aber nun ja. Wir wissen ja alle, was in der Zwischenzeit so los war.

«Sobald Sie genervt sind, schließen Sie den Browser oder die App und machen Sie für zehn Minuten etwas, was Ihnen wirklich Freude bereitet. Hören Sie ein Lied, gehen Sie spazieren, reden Sie mit einem Menschen, trinken Sie einen Tee. Es gibt keinen Grund, eine Beschäftigung fortzusetzen, die Ihnen keinen Spaß macht.»

 
 
 
Hier geht’s zum Text:
jensscholz.ghost.io – Wie man im Internet liest ohne wahnsinnig zu werden
 
 
 
 
 

Von Wattenwil um die halbe Welt

Manchmal bekomme ich E-Mails von früheren Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern, oft sind es Nachfragen zum jeweiligen Unterrichtsthema oder die Bitte um Tipps oder eine Einschätzung. Vor ein paar Wochen allerdings hatte ich eine Nachricht aus Georgien in meiner Mailbox, und zwar von Jasmin. Jasmin war im Frühling bei mir in einem Kurs am MAZ zum Thema Content Marketing. Inzwischen fährt sie mit ihrem Freund Matt von ihrem Herkunftsort Wattenwil im Kanton Bern nach Cobden in Australien, wo Matt ursprünglich herkommt. Und zwar mit dem Velo.

Nun gibt es im Kanton Bern zwar zwei Orte, die Wattenwil heissen und ich weiss gar nicht, welcher gemeint ist, aber gemessen an der Gesamtdistanz dürfte der Unterschied wohl vernachlässigbar sein. Jedenfalls sind Jasmin und Matt jetzt eine Weile unterwegs und begegnen allerlei Unerwartetem. Dabei bloggen, facebooken und instagrammen sie fleissig, um uns an ihren Abenteuern teilhaben zu lassen.

«We arrived in the small town of Akhalkalaki and as a storm approached we decided it was best to finish here for the day. The very first man we spoke to offered to host us. He spoke a mix of German and English and was very excited to have us. From here it all went downhill. We stopped at a supermarket to get supplies for the night. He insisted on 5 beers and we got some yoghurt, we payed for everything but thought that this was a reasonable deal for hosting us.»

 
 
 
Aus dem Blogpost vom 23. September:
pedalpromise.com – Bike touring the southern mountains of Georgia
 
 
 
 
 
 
 
 

Geschrieben

Bei Medium:
How I came to selling Marathons
(Spoiler: Ja, ist die englische Variante vom Spendending – falls ihr englischsprachige Läuferfreunde habt und denkt, die können damit was anfangen: teilen ist natürlich hochwillkommen.)

Gemocht

#lakeoflucerne #vierwaldstättersee #switzerland #upinthesky #flying #nofilter #lucerne #nature #aviation

Ein Beitrag geteilt von Lukas Kauz (@luketheduke19811) am

If there is only one tree and your clothes really stink. Btw. We made in to Azerbaijan 🇦🇿 country Nr.9

Ein Beitrag geteilt von Switzerland to Australia by 🚲🚲 (@pedalpromise) am

Gehört

Gesehen


Im Gegensatz zum Video von letzter Woche ist das hier brandneu, nämlich vom letzten Freitag. Und es ist auch länger als üblich, aber ich Videomuffel hab’s wirklich geschaut – weil ich finde, Jason Fried hat eine gesunde Einstellung zu vielen Dingen. Heute ist das Wetter ein bisschen schön für 45 Minuten, ich weiss, aber es gibt ja Bookmarks.

Und ausserdem


via this isn’t happiness (Link zur Quelle leider nicht mehr vorhanden)

Eine gute Woche und bis bald!

 

Bild: Zürich West Sunset

Sunday Dish 03/2017

Vor einigen Tagen war ich zusammen mit meiner Kollegin Tanja in einem Workshop – und wie sich herausstellte, war jemand aus der Teilnehmergruppe Abonnentin vom «Sunday Dish». In meiner Wahrnehmung lesen das ja «nur» (im Sinne von ausschliesslich) Leute aus meinem direkten Umfeld, vielleicht die Top 5% aus meinem Adressbuch. Ist aber nicht so.

Weil ich mich so darüber gefreut habe, gibt es tatsächlich wieder mal im Wochentakt einen. (Katrin, der ist für dich.)


 

Ausgedacht

In eigener Sache: Ich habe mir ein kleines Charity-Projekt ausgedacht, das mir sehr am Herzen liegt. Darum meine ich es auch total ernst wenn ich sage: Ich freue mich über jeden einzelnen Fünfliber, der für Effie und Sofia zusammen kommt. Hier kannst du lesen, worum es geht – und meine Laufkilometer 2017 kaufen.

 

Gelesen

Wie viel es noch zu lernen gibt

Das ist ein älterer Text, von 2015. Caspar Mierau schrieb darüber, wie eine Bekannte mit ihrer mehrfach behinderten Tochter bei ihm und seiner Familie zu Besuch war. Wie nervös ihn das machte aus Unsicherheit, wie damit umzugehen sei. Und wie lehrreich diese Begegnung für ihn war, inklusive der Erkenntnis, wie viel unbelasteter seine Kinder mit dem Anderssein des Mädchens umgehen konnten. Was den Schluss nahelegt: Man lernt bestimmt viel, wenn man erwachsen wird – und genau soviel wird parallel dazu verlernt.

Wenn man nun also immer wieder hört, man solle sich doch mal «aus seiner Komfortzone» bewegen, dann wird einem das häufig in so einem find-your-own-sparkling-awesomeness-Kanon vorgesungen. Aber vielleicht wär’s auch ganz gut, man würde sich das vornehmen, um einfach ein kompletterer und vielleicht ein bisschen besserer Mensch zu werden. Reicht doch.

«Irgendwann setzten wir uns alle ins Wohnzimmer. Der Teppich war angenehm warm. Die Kinder tobten ein wenig und Kaiserin 1 erkundete auch die neue Umgebung. Plötzlich setzte sich meine Tochter neben sie. Sie nahm ihre Hand und hielt sie fest. So hielten die beiden großen Mädchen inne. Ich musste schlucken. Keine Erklärung, kein Fremdeln. Sie hatte sich einfach danebengesetzt, ihre Hand gehalten und etwas so Unbeschwertes getan, wozu ich nach monatelangem Grübeln nicht in der Lage war.»

 
 
 
 
 
 
Der ganze Artikel:
leitmedium.de – Eine Kaiserin zu Besuch
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Das richtige Problem lösen anstelle des erstbesten

Von Berufs wegen beschäftige ich mich ja ganz viel mit dem Lösen von Problemen. Dann und wann habe ich auch selber welche, und was mich immer und immer wieder umtreibt, ist die Frage: Wie kann man das besser machen? Ich hab schon einiges durch: Checklisten und Entscheidungsbäume, Fragebücher und Systemtheorien; am Ende bleibt immer die ernüchternde Erkenntnis, dass man’s halt einfach rausfinden/machen muss und es wie immer in Arbeit ausartet.

Bei Medium habe ich vor ein paar Wochen diesen Artikel von Ozan Varol gebookmarkt, an den ich immer mal wieder denke: Wie viele der Probleme in einer random Problemliste sind gar nicht das eigentliche Problem, oder nicht das richtige und/oder wichtige? Wie viel einfacher würde das alles, wenn ausreichend Zeit und Konsequenz in die Vorarbeit zur eigentlichen Lösungsfindung flösse?

«The way that most people solve problems reminds me of a scene from Alice’s Adventures in Wonderland. During the trial of the Knave of Hearts, the King says “let the jury consider their verdict.” The impatient Queen interrupts and says, “No, no! Sentence first. Verdict afterward.”»

 
 
 
Hier ist der Text:
Want to be a better problem solver? Do this first.
 
 
 
 

Geschrieben

Bei Medium:
“Why did you even try?”

Hier:
#charity: Kauf meine Laufkilometer

Bei Ron Orp:
Å Journal – ein Bookazine zum Verlieben

Gemocht

Gehört

Gesehen


Ist schon eine Weile her. Aber wie mir diese Woche aufgefallen ist: Werde ich jemals wieder diese Stelle von Beethovens Symphonie Nr. 9 (a.k.a die Europahymne) hören können, ohne den Text mitzudenken?

Und ausserdem

entliehen bei Austin Kleonlest sein Zeug, kauft seine Bücher.
(Auch gerne woanders als bei Amazon, ist eh kein Affiliate oder so, bloss einfacher zum verlinken.)

Eine gute Woche und bis bald!
Und was die käuflichen Kilometer angeht:
Gerne mitmachen, oder auch weitersagen. Hier nochmals der Link. Mercituusig!

 

Bild: «Hug cares about Music» im Kosmos Zürich