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Grün ist das neue Schwarz

J

emandem mal einen Zwanziger in die Hand drücken für einen Gefallen, das ist ja noch das Eine. Aber regelmässig jemanden beschäftigen bringt Papierkram mit sich – und weil man zu Hause ja keine Personalabteilung hat, artet das Delegieren von Arbeit schnell selber wieder in Arbeit aus. Das muss doch auch anders gehen.

Meinen wichtigsten oder jedenfalls für mich persönlich dringendsten Neujahrsvorsatz – ich nenne es auch ein ganzjähriges Weihnachtsgeschenk an mich selbst – habe ich schon vor Mitte Januar erledigt: Mir jemanden gesucht, der mithilft, unsere Wohnung in Schuss zu halten. Ja, das kann man auch selber machen, aber die Zeiten ändern sich: Mein Job ist toll, aber nicht vor der Haustür und ich habe noch ein paar andere Projekte, die meine Zeit und Aufmerksamkeit binden. Herr Flint hat genau so viel um die Ohren wie ich. Und eben: Einen kleinen Rest Privat- und Freizeit soll man sich ja auch noch bewahren am Ende.

Schwarz? Nein danke.

All das reicht schon seit einer ganzen Weile aus, den Gedanken an eine Haushaltshilfe (darf man eigentlich heute noch Putzfrau/-mann sagen?) seinen Luxus-Status verlieren und in greifbare Nähe rücken zu lassen. Der erste Anlauf dann vor einiger Zeit: Die Kandidatin will auf keinen Fall angemeldet werden, sondern schwarz arbeiten. Hatte ich mir natürlich, einmal vom spontanen Entschluss beseelt, noch gar nicht wirklich überlegt im Vorfeld. Aber es passt mir nicht. Schon nur, weil ich finde, dass der Arbeitnehmer mit einem schwarzen Verdienst auf zu viel Rechte und Sicherheit verzichtet. Und für mich selber stimmt’s auch nicht – nicht nur, aber natürlich auch, weil allfälliger Ärger deswegen mir unterm Strich meine vorherige Ersparnis an Aufwand sowieso zunichte macht.

Wir finden also nicht zusammen, ich lege den Plan erst mal wieder ad acta. Jemanden mit allem Drum und Dran anstellen, bringt mir einfach zuviel Papierkram mit sich: Vertrag, Versicherung, Abrechnung mit der Ausgleichskasse, Lohnabrechnungen, Ferienausgleich, mir schwirrt der Kopf. Oder sollte ich eine Agentur beiziehen? Das kommt mir irgendwie auch überzogen vor, aussderdem wähle ich gern selber aus. Bei der nächsten Rechercherunde stelle ich fest, dass irgendwann in den letzten Jahren ein vereinfachtes Abrechnungsverfahren lanciert wurde. Damit kann ich mich immerhin so halb anfreunden. Ich bin mit meinem Problem nicht alleine: Wenn ich hier und da frage, höre ich immer noch oft genug: «Ich würd’s ja schon lieber richtig machen, aber das macht so viel Arbeit…».

Der Zauberstab: quitt.ch

Was ich also bräuchte, ist eine gute Fee, die mir das Administrieren meiner anderen guten Fee so einfach wie möglich macht. Und die gibt’s tatsächlich: Gestern habe ich jemanden angestellt und angemeldet, mit einem Aufwand von max. 30 Minuten. In Zukunft wird mir das nicht mehr Arbeit machen, als die geleisteten Arbeitsstunden einzutragen und selbst das kann ich mit der Zeit automatisieren. Und ich muss meine Rechnungen zahlen, natürlich, so dass die Zahlungen an die angestellte Person ausgeführt werden und die Dienstleistung gedeckt ist.

Der Retter in der Not heisst quitt.ch und ist ein ETH-Spinoff, das sich genau diesem Problem widmet: Für eine Privatperson ist es selbst unter den vereinfachten Bedingungen immer noch verhältnismässig aufwändig, jemanden korrekt zu beschäftigen. Und meine eingangs beschriebene Situation ist eine durchaus gängige. Genug Platz also für ein schlaues Geschäftsmodell. Jan von startwerk.ch hat im letzten Sommer schon – wie konnte ich das nur übersehen?! – ein Interview mit CEO Daniel Moser geführt und mehr Informationen zum Service gibt’s natürlich in der praktischen Übersicht auf quitt.ch.

Sorgenfrei sauber

Ich gestehe, ich bin ein bisschen begeistert: Ich kann die Person anstellen, die ich möchte, ohne auf den Katalog einer Vermittlung angewiesen zu sein und trotzdem den Papierkrieg minimieren. Natürlich ist das nicht gratis, quitt.ch verrechnet 8,4% auf den abgerechneten Gesamtbetrag. Ein Teil dieses Betrags subsummiert sich, weil die Versicherung im Rahmen der Partnerschaft von quitt.ch mit GENERALI günstiger ist als die Pauschale, die ich als Einzelperson bezahlen müsste. Und wenn ich den verbleibenden Betrag mit einem realistischen Stundensatz für mich vergleiche, lohnt sich das allemal.

Mein Fazit? Selber machen ist ja eine gute Sache, aber bei manchen Dingen kostet es einfach nur unnötig Zeit und Nerven. Wer vor dem Aufwand einer Anstellung für Unterstützung in Haushalt, Garten oder anderer Hinsicht zurückschreckt und trotzdem niemanden schwarz beschäftigen will, sollte sich quitt.ch zumindest mal anschauen.

 

Disclaimer: Ich stehe in keiner anderen Verbindung zu quitt.ch als der meiner ganz frischen Kundenbeziehung. Dieser Artikel spiegelt mein persönliches Urteil wieder und wurde weder abgesprochen noch in irgendeiner Form vergütet. 

 

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